"Die heutige ganztägige mündliche Anhörung zum „Containern von Lebensmitteln“ im Umwelt- und Agrarausschuss im Schleswig-Holsteinischen Landtag zeigte klar auf, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln vorwiegend im Privathaushalt erfolgt und ein Wohlstandsproblem ist. Trotz aller Bemühungen und Initiativen, die es in den vergangenen Jahren gegen Lebensmittelverschwendung bereits gegeben hat, werden immer noch durchschnittlich 75 kg Lebensmittel pro Person und Jahr entsorgt." 


Anette Röttger, verbraucherpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:

"Die heutige ganztägige mündliche Anhörung zum „Containern von Lebensmitteln“ im Umwelt- und Agrarausschuss im Schleswig-Holsteinischen Landtag zeigte klar auf, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln vorwiegend im Privathaushalt erfolgt und ein Wohlstandsproblem ist. Trotz aller Bemühungen und Initiativen, die es in den vergangenen Jahren gegen Lebensmittelverschwendung bereits gegeben hat, werden immer noch durchschnittlich 75 kg Lebensmittel pro Person und Jahr entsorgt.

Der richtige Umgang und die Wertschätzung von Lebensmitteln wird frühkindlich im Elternhaus und in Kita und Schule geprägt und entwickelt sich dann zu einer lebenslangen Haltung,“ so die Abgeordnete. „Die Anhörung hat gezeigt, dass Bildung auch hier der Schlüssel zum Erfolg ist. Eine gute Verbraucherbildung und die Vermittlung von Alltagskompetenzen tragen dazu bei, dass eine wertschätzende Haltung im Umgang mit Lebensmitteln entsteht. Ob die Monate der Pandemie mit mehr Zeit zum Kochen und Hochbeeten im Vorgarten zu einer veränderten und besseren Haltung geführt haben, konnte noch nicht bewertet werden. Fest steht aber, die praktischen Lernerfahrungen vom Bauernhofbesuch, über Kochkurse bis hin zu Besuchen im Lebensmittelhandel führen nicht nur zu wichtigen Erkenntnissen, sie sind prägend für eine lebenslange Haltung im Umgang mit Lebensmitteln.“

Das unerlaubte „Containern“ weggeworfener Lebensmittel sei im Rahmen der Anhörung eher als Ausdruck einer Szene gewertet worden, die sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln richte. Weniger gehe es hierbei um Hunger. Lebensmittelwertschätzung sei eine Querschnittsaufgabe, an der alle Partner entlang der Wertschöpfungskette, aber auch die Zivilgesellschaft beteiligt werden müsse. 

Nach oben