Sensible Themen brauchen sensiblen Umgang

„Die Energiewende ist gewollt, die Konsequenzen haben alle zu tragen. Das ist uns bewusst. Gleichwohl löst auch der Verbleib von freigemessenem Bauschutt aus dem Rückbau des AKW Brunsbüttel erhebliche Diskussionen aus. Irritierend und wenig hilfreich in diesem Prozess sind die über das zuständige Umweltministerium kommunizierten schwankenden Mengen." 


Anette Röttger, MdL, Lübecker Abgeordnete und Mitglied im Umweltausschuss:

„Die Energiewende ist gewollt, die Konsequenzen haben alle zu tragen. Das ist uns bewusst. Gleichwohl löst auch der Verbleib von freigemessenem Bauschutt aus dem Rückbau des AKW Brunsbüttel erhebliche Diskussionen aus. Irritierend und wenig hilfreich in diesem Prozess sind die über das zuständige Umweltministerium kommunizierten schwankenden Mengen. Während in 2020 noch 250 Tonnen freigemessener Bauschutt aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel für die Deponie Lübeck Niemark angekündigt wurden, sind es im Entwurf der Zuweisung im Januar 18.500 Tonnen, die sich auf die Deponien Niemark und Johannistal verteilen sollten. Nach jüngster Aussage im Bürgerdialog und den von uns vorgetragenen Bedenken bezüglich der Aufnahmekapazität der Deponien kündigt der Umweltminister jetzt eine erforderliche Deponierung von insgesamt nur 2000 Tonnen freigemessenem Bauschutt an.

Man hätte viele Diskussionen der vergangenen Monate vermeiden können, wenn man genauer gerechnet hätte.

Wer bei diesem sensiblen Thema mit derartigen Zahlenschwankungen arbeitet, muss sich nicht wundern, wenn sich nicht nur die Emotionen vor Ort erhitzen, sondern auch viel Vertrauen verloren geht." 

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